Statement zu den Altkleider Sammel-Containern

Weil ich immer wieder gefragt werde und weil es ein komplexes Thema ist, wollte ich hier noch mal ein paar Dinge zu unserem Antrag bzgl. der im Bezirk illegal aufgestellten Altkleider Sammel-Container aufschreiben.

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Der Antrag selbst hat – zunächst – nur genau ein Ziel: Es soll dafür gesorgt werden, das im Bezirk keine illegal bzw. unzulässig aufgestellten Altkleider Sammel-Container mehr existieren. Hier drängen sich sofort zwei Fragen auf, die ich beleuchten möchte.

1. Frage: Was genau bedeutet „illegal aufgestellt“?

Unter „illegal aufgestellt“ verstehe ich Container, die auf öffentlichem Strassenland stehen und keine entsprechende Genehmigung durch das Bezirksamt besitzen. Laut Aussage des Bezirksamtes gibt es überhaupt nur 12 Standorte, die genehmigt wurden, diese werden von der BSR betrieben. Wir alle wissen aber, das erheblich mehr Container im Bezirk stehen. Interessanterweise stehen viele dieser Container dennoch nicht illegal. Wie kann das sein, mag man sich fragen, stehen sie doch deutlich sichtbar auf den Strassen. Der „Trick“ ist, das die meisten Container auf Privatgelände stehen, also auf Rasenstreifen privater Miethäuser, auf Parkplätzen von Supermärkten, halb in irgendwelchen Hecken und so weiter. Achtet mal genau drauf, dann werdet ihr das erkennen.

Diese Container wurden dort – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – zwar auch nicht genehmigt, aber zuständig ist hier dann eben der jeweilige Eigentümer des Grundstücks und nicht mehr das Bezirksamt. Diese wissen jedoch nichts von den Containern oder kümmern sich nicht darum, es ist ihnen schlichtweg egal.

2. Fragen: Warum ist es so wichtig, das die illegalen Container verschwinden?

Naja, zum einen kann es ja nicht sein, das jeder irgendwas im Bezirk aufstellt, ohne die dafür notwendigen Kosten zu tragen. Das ist Geld, welches dem Bezirk verloren geht. OK, es tut auch nicht wirklich weh und – angeblich – unterstützt man damit ja einen guten Zweck. Dummerweise entstehen jedoch auch weitere Kosten, da es immer wieder vorkommt, das neben den Containern weiterer Müll abgelagert wird (Broken Window Effekt). Dieser muss dann – genau – durch den Bezirk kostenpflichtig entsorgt werden. Des weiteren ist es oft unklar, was genau mit den Kleiderspenden passiert, also ob wirklich bedürftige Personen oder ein „guter Zweck“ unterstützt wird oder einfach nur eine gewerbliche Firma ordentlich Geld kassiert. Dies sollte transparent auf den Containern nachzulesen sein, sodass der Bürger eine eigene Entscheidung dazu treffen kann.

Wie nun weiter?

Tja, zum einen schauen wir mal, was das Bezirksamt aus unserem Antrag nun so macht. Ansonsten haben wir noch die eine oder andere Idee, wie man die Angelegenheit voran bringen kann.

Ein Plan sieht zum Beispiel vor, via Google Maps durch fleissige Mitbürger zunächst alle Standorte von Altkleider Containern erfassen zu lassen, im zweiten Schritt sollen diese dann klassifiziert werden (Aufsteller, Kontaktdaten, Eigentümer des Standortes mit Kontaktdaten, etc.) und im dritten Schritt sollen dann von beliebigen Bürgern Anfragen an die Aufsteller und Standort-Eigentümer gestellt werden können. Stichwort Crowdsourcing.

Hier suchen wir übrigens noch Mitstreiter, die KnowHow und Zeit haben, das entsprechend bei Google Maps einzurichten. Meldet euch bei uns!

Emilio Paolini

2 Responses to “Statement zu den Altkleider Sammel-Containern”

  1. ulrics sagt:

    Hier wäre es für die Grundstückseigentümer hilfreich zu wissen, was sie dürfen und was nicht. Nach dem was ich so im Netz lesen wollen einigen die Dinger loswerden, wissen aber nicht wie. Die Eigentümer der Container melden sich natürlich nicht bzw. meist ist gar keine wirkliche Kontaktmöglichkeit angegeben.

    Wie gesagt eine Auflistung der rechtlichen Möglichkeiten wäre hier für viele schon eine sehr große Hilfe.

    • emilio sagt:

      Wenn Container illegal auf privatem Grund stehen, kann man einfach die Polizei oder das Ordnungsamt darüber informieren, also Anzeige erstatten.

      LG Emilio

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